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ABGESAGT: Konzerte zur Passion: sitio – mich dürstet.

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    Aufgrund der Corona-Virus Situation muss das oben genannte Konzert abgesagt und auf das kommende Jahr verschoben werden.

    Auch in diesem Jahr werden wir in den Tagen vor Ostern ein Programm aufführen, in welchem wir auf musikalischer Ebene Vokalwerke in Streichquartett-Begleitung und Sätze für Streichquartett aus verschiedenen Epochen verbinden und inhaltlich die ewigen Themen Schmerz und Trauer, Trost und Hoffnung, und die Sehnsucht nach dem Überdauernden im Spiegel der christlichen Passionsthematik beleuchten.

    „Sitio“ – „Mich dürstet“ - ist der Leitgedanke unseres neuen Programms. Es ist eines der „Sieben letzten Worte Jesu Christi“ und betont theologisch die Menschennatur und damit das physische Leiden des Gottessohns.

    Die berühmteste Vertonung dieser sieben Christusworte ist diejenige von Joseph Haydn. Mit seinen „7 Fantasien für Streichquartett“ von 2015/16 hat der Winterthurer Komponist Alfred Felder gleichzeitig eine expressive, eigenständige Deutung dieser Bibelstellen wie auch eine tief empfundene Hommage an Haydns Werk aus dem Jahr 1787 geschaffen.

    Die drei wunderbaren Duett-Sätze aus verschiedenen Oratoriumswerken Mendelssohns kreisen ebenfalls um das Passionsgeschehen im erweiterten Sinne: Die Verzweiflung und Verlassenheit in „Zion streckt ihre Hände aus“ weicht dem dringenden und mutigen Suchen in „Wohin habt ihr ihn getragen?“ und mündet schliesslich in die tröstende Gewissheit „Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf ihn“ in „Ich harrete des Herrn“.

    Der Psalm 42 ist die alttestamentliche Entsprechung des Christuswortes „Sitio“. Das starke Bild des nach Wasser schreienden Hirsches wird darin zur Metapher der nach Gott dürstenden Seele des Menschen. Mendelssohns wundervolle Musik umfängt den Zuhörenden wie eine tröstende Umarmung.

    Eben dieses existentielle Suchen kommt auch im bewegenden vierten Satz aus Mahlers „Auferstehungssinfonie“, dem „Urlicht“, zum Ausdruck. Der Text aus „Des Knaben Wunderhorn“ in seinem scheinbar naiven Tonfall erschafft in Verbindung mit Mahlers Musik eine ganz eigene Emotionalität. Wie Mahler einer Freundin anvertraute, „…ist das „Urlicht“ das Fragen und Ringen der Seele um Gott und die eigene göttliche Existenz über dieses Leben hinaus.“

    Die Form der Fuge findet ihre grösste Verbreitung im Barock, in der Nachfolge der kunstvollen Polyphonie der Renaissance. Wenn Komponistinnen und Komponisten späterer Epochen Fugen schreiben, akzentuieren sie damit auch immer – bewusst oder unbewusst – das Zeitlose, Allgemeingültige, keiner Mode Verpflichtete ihrer Musik. Vor diesem Hintergrund haben wir für unser neues Programm bewusst kein Referenzstück der Konzertliteratur für Streichquartett gewählt. Die Einzelsätze von Mendelssohn und Mozart – zwei davon sind Fugen – fungieren einerseits als Ouverture und dann als kurze Mediationsinseln zwischen den Vokalsätzen.

    Auch der moderne Mensch ist ein Dürstender und Suchender. Und wenn er auch sein Fragen und Harren explizit kaum mehr auf Gott bezieht, sind seine Sehnsüchte doch dieselben geblieben: der Hunger nach Sinn und Erfüllung, der Durst nach etwas Ewigem, einer Transzendenz.

    Mit unserem Programm wollen wir unseren Zuhörenden ermöglichen, diesen Gedanken für eine gute Stunde Raum zu geben.

    Programm:
    W. A. Mozart (1756-1791) Adagio und Fuge c-moll KV 546

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Wohin habt ihr ihn getragen Ich harrete des Herrn
    Bearbeitung: Hans Hoerni

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Capriccio aus Vier Stücke für Streichquartett op. 81

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Meine Seele dürstet nach Gott Aria aus Der 42. Psalm op. 42 Wie der Hirsch schreit
    Bearbeitung: Hans Hoerni

    Alfred Felder (*1950) Jesus von Nazareth Sieben letzte Worte 7 Fantasien für Streichquartett

    Gustav Mahler (1860-1911) Urlicht aus „Des Knaben Wunderhorn“ aus der 2. Sinfonie in c-moll
    Bearbeitung Hans Hoerni

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Fuga aus Vier Stücke für Streichquartett op. 81

    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Zion streckt ihre Hände aus
    Bearbeitung: Hans Hoerni

    Ensemble Passio (vormals Kammerphilharmonie Winterthur):
    Martin Bauder, Violine
    Annette Birkenmeier, Violine
    Mika Kamiya Tanner, Viola
    Emanuel Rütsche, Violoncello
    Martina Hofmann, Sopran
    Dorothee Labusch, Mezzosopran


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    Datum

    Fr, 10. Apr 202017:00 Uhr

    Lokalität

    Evang.-ref. Kirche Sitzberg
    Sitzberg
    8495 Schmidrüti
    Schweiz

    Kontakt Informationen

    Ensemble Passio
    (ehemals Kammerphilharmonie Winterthur)
    Martin Bauder
    Musiker/ Werbung
    Püntenstrasse 6
    8404 Winterthur

    Tel.: 052 242 05 15
    martin.bauder.zuzak@gmail.com

    Anreise

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