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Spurensuche in der Region und über sie hinaus.

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Naturhistorisches Museum, Basel: Knochenanalyse (Bild: Peter Schulthess)

Die Ausstellung «Schneesommer und Heisshunger» begibt sich auf eine intensive Spurensuche. Während der Recherchen stiessen wir auf neueste Erkenntnisse interdisziplinärer Forschungen. Als Quellen dieser Forschungsarbeiten dienen Skelette, Eiskappen, Baumringe, Sedimente sowie schriftliche und bildliche Quellen. Forscher haben uns die Resultate präsentiert und erklärt. In der Ausstellung, in Führungen, in reich illustrierten Lesebüchern, in Geschichten und Blogs werden Sie dieses Jahr mehr darüber erfahren.

Spurensuche

Die Forschungsarbeiten bieten Einblick in die schwierigen Lebensverhältnisse während der Hunger- und Krisenjahre von 1816/17. Welche Überlebensstrategien standen den Menschen aus den sozialen Unterschichten zur Verfügung? Die Resultate der aktuellen Forschungen erhellen auch die Klima- und Umweltgeschichte der letzten 500 bis 1000 Jahre in einem bisher unbekannten Detailierungsgrad.

Die Spuren von Heisshunger finden wir in den Knochen von Menschen, welche in Hungerzeiten an Mangelernährung litten

Im menschlichen Skelett erhalten sich Informationen zur individuellen Lebensgeschichte wie die Gesundheitssituation oder das Sterbealter. Demnach lassen sich Skelette auch als Bioarchiv bezeichnen und sind mit den Dokumenten eines Archivs vergleichbar. Für schriftlose Epochen repräsentieren diese knöchernen Zeugnisse unserer Vorfahren die einzige Informationsquelle zur demographischen und gesundheitlichen Situation unserer Ahnen.

Die Spuren von Schneesommern finden sich in Eisbohrkernen und Bäumen

In Bäumen, in Gletschern und im Eis der Polkappen erhalten sich Informationen vergangener Kalt- und Warmzeiten. Demnach lassen sich diese als Klimaarchive bezeichnen und sind mit den Beständen einer Bibliothek vergleichbar. Sie repräsentieren die Datensätze in der Klimageschichte. Mit diesen und computergestützten Klimamodellen können wir die ständigen Wechsel zwischen Eis- und Warmzeiten besser verstehen und den Einfluss von Vulkanen, Treibhausgasen und Sonnenständen beschreiben – die Fieberkurve der Erde rekonstruieren.

 

Weiterführende Links

Klima (auch Messmethoden, von Christian Pfister) im HLS

 

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Baumstumpf mit gut sichtbaren Wachstumsringen (Bild Wikipedia)

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