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Gespräch mit Christian Pfister.

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Christian Pfister im Gespräch mit Peter Schulthess. Foto: Urs Jenny, Sommer 2015

Nachhaltigkeit, Klimawandel und Umweltschutz sind zu festen Bestandteilen der politischen und medialen Agenda geworden. Als Christian Pfister in den 1960er Jahren mit den Wechselwirkungen zwischen Mensch, Umwelt und Raum in Berührung kam, wurden diese Fragen noch kaum diskutiert. Mit seinen Forschungen zur Geschichte des Klimas, der Naturkatastrophen, der Energie und des Verkehrs bewies er ein feines Gespür für zukunftsweisende Themen.

Als einer der ersten Historiker wagte er sich an eine Verknüpfung von klimatischen, wirtschaftlichen, sozialen und demographischen Prozessen, deren Bestandteile er später zu einer Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte zusammenfügte.

Seine Forschung ist der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet: der ökologischen und sozialen Verträglichkeit sowie der wirtschaftlichen Effizienz. Dieses «magische Dreieck» dient Christian Pfister als Interpretationsrahmen, der seinen Blick auf die Vergangenheit beeinflusst und seinen Forschungen sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Geschichtswissenschaft eine nachhaltige Wirkung verschafft hat.

Christian Pfister studierte von 1966 bis 1970 Geschichte und Geographie an der Universität Bern, wo er 1974 promovierte. Es folgten Studienaufenthalte an der University of Rochester und Norwich. 1982 wurde er habilitiert. Von 1990 bis 1996 wurde Pfister vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) für seine Forschung zur Klimageschichte unterstützt. Von 1997 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2009 war er ordentlicher Professor für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte am Historischen Institut der Universität Bern. Seither ist er am Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern als freier Forscher tätig.

Schwerpunkte von Pfisters Forschungen sind die gesellschaftliche Dimension von Klimaveränderungen und Naturkatastrophen sowie die Rekonstruktion von Klimaveränderungen und Naturkatastrophen aus historischen Dokumenten. Er ist bekannt für die Weiterentwicklung von Klimaindizes zu einem leistungsfähigen Instrument der Rekonstruktion von Näherungswerten für Temperaturen und Niederschläge aus historischen Schriftzeugnissen.

Christian Pfister baut seit den 1970er Jahren die grösste klimahistorische Datenbank Euro-Climhist auf.

Das Gespräch mit Prof. em. Dr. Christian Pfister auf Youtube.

Wichtige Publikationen

  • Wetternachhersage. 500 Jahre Klimavariationen und Naturkatastrophen (1496–1995). Haupt, Bern 1999
  • André Kirchhofer, Daniel Krämer, Christof Maria Merki, Guido Poliwoda, Martin Stuber und Stephanie Summermatter (Hrsg.): Nachhaltige Geschichte. Festschrift für Christian Pfister. Chronos, Zürich 2009

 

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