Industrielandschaft Zürcher Oberland.

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Anstoss

Am 21. Mai 2010 veröffentlichte der Tagesanzeiger unter dem Titel «Das Zürcher Oberland hat das Potential zum Unesco-Weltkulturerbe» ein Interview mit dem damaligen stv. kantonalen Denkmalpfleger Peter Baumgartner. Die kurz zuvor gegründete freiwillige Arbeitsgruppe «Kulturerbe Zürcher Oberland» nahm den Gedanken in den Ideenspeicher Kulturerbe auf, befasste sich aber erst im Herbst 2014 damit, als sie im Schoss der neu geschaffenen Kulturkommission Zürioberland ihre Arbeit fortsetzen konnte. Ein Gedankenaustausch mit Industriepfad-Gemeinden endete überraschend: Nicht ein UNESCO-Label soll das Ziel sein, sondern der Weg in diese Richtung.

Vorabklärungen

So startete 2015 unter dem Motto «Der Weg ist das Ziel» das Projekt «Industrielandschaft Zürcher Oberland» mit dem Arbeitsplan «Vorabklärungen + Eintreten». Das Fachteam verfasste eine Schrift «Die Industrielandschaft Zürcher Oberland von den Anfängen bis in die Gegenwart – ein Einführung», aus der sich das Einzugsgebiet ableiten liess. Am Info-Anlass vom 20. August 2016 im Aathal begrüssten die 28 Gemeinden des Einzugsgebiets einhellig das Projekt. Entsprechend gab denn auch die Kulturkommission Zürioberland Ende 2016 Grünes Licht für den Arbeitsplan «Lagebeurteilung».

Lagebeurteilung

Seither wurden fast alle 28 Gemeinden des Einzugsgebiets besucht, um zu erfahren, was dort was zur Industrielandschaft gezählt wird, und um zielführende Ideen zu sammeln. Daraus entstanden überall Kultur-Auslegeordnungen, z. B. die Kultur-Auslegeordnung Bauma, und der Ideenspeicher Industrielandschaft. Das Fachteam erweiterte die erste Schrift zur Industrielandschaft zu einer «Einführung in ihre Landschafts-, Kultur- und Sozialgeschichte». Im Rahmen des Europäischen Kulturerbe-Jahres konnte der Projektleiter einem aus der ganzen Schweiz hergereisten Publikum das Projekt vorstellen «Die Industrielandschaft Zürcher Oberland – dereinst Wakkerpreis-Region?»

Aktueller Stand

Das Bundesamt für Kultur BAK nimmt die Industrielandschaft nicht in die «Liste indicative» auf. Die UNESCO verlange die Bewahrung des Ursprünglichen, und das sei im Zürcher Oberland nicht der Fall. Dem ist so. Im Projekt  Industrielandschaft geht es nicht einfach ums Bewahren sondern um die vorbildliche Weiterentwicklung. Wer weiss, vielleicht gibt es einmal einen regionalen Wakkerpreis. Der Info-Anlass vom 31. Oktober 2018 ist im ersten Teil diesem Thema gewidmet. Im zweiten Teil geht es aber um Naheliegenderes. Welche Ideen sollen als erste umgesetzt werden? Die Fortsetzung des Projekts ist unbestritten. Der Region und den Gemeinden wird die Verankerung in den Legislaturzielen empfohlen.

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