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Zürioberland 1816.

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Dieses Bild malte ein unbekannter Künstler um 1816. Es zeigt Menschen, die zusammen mit dem Vieh grasten, weil sie nichts anderes mehr zu essen hatten. Quelle: Toggenburger Museum, Lichtensteig.

Vor zweihundert Jahren…

Vor 200 Jahren erlebten das Zürcher Oberland sowie weite Teile der Ostschweiz die letzte schwere Hungerkrise. In einzelnen Gemeinden starben bis zu zehn Prozent der Bevölkerung. Vorangegangen war im Jahr 1816 ein selten nasser und kalter Sommer mit Missernten, der als «Jahr ohne Sommer» der Bevölkerung noch lange in Erinnerung blieb und als Ursache der Hungerkrise galt. Mitverantwortlich am schlechten Wetter war – so erkannte man hundert Jahre später – der gewaltige Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora im April 1815, welcher dort über 100‘000 Opfer forderte. War also der Tambora schuld an der Hungerkrise im Zürcher Oberland? Neueste historische Forschungen zeigen noch ganz andere Zusammenhänge auf.

Das Projekt «1816 – das Jahr ohne Sommer»

Dieses neueste Wissen bringt der Verein «Projekt 1816» in diesem Jahr breiten Kreisen der Bevölkerung – nicht zuletzt der Jugend – näher und spannt den Bogen zu Fragen von heute und morgen. Im Ritterhaus Bubikon zeigt die Ausstellung «Schneesommer und Heisshunger» packend und leicht verständlich Ursachen, Ausmass und Folgen der Hungerkrise. Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur diskutierten in Mittwochgesprächen im Juni über noch heute brennende Fragen wie Klima, Hunger und Armut. Das Musik-Theater «Wie die Freud hat auch das Leid sein End» liess an acht Aufführungen vor den Sommerferien das Publikum in die Lebenswelt um 1816 eintauchen. Aber auch ausserhalb von Bubikon fanden und finden vielfältige Anlässe und Aktionen statt. Das Projekt hat eine grosse Resonanz ausgelöst – siehe Medienspiegel. Das Gesamtprogramm finden Sie nebenan als PDF-Download.

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